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Staatliches Humboldtgymnasium Weimar
Prager Straße 42
99427 Weimar/Thüringen
Telefon: (03643) 427777

 

Geschenk aus Blois von großem Gewicht

veröffentlicht am 09.10.2010 von Georg Siegmund
in Rubrik(en) Neuigkeiten, Presseschau

Humboldtgymnasium erhielt 1000 Bücher aus Privatbibliothek

Foto: Weber | Einen wahren Schatz an Büchern fand Eugene Heim, President der Association Blois-Weimar (M.), in dem von ihm in Blois erworbenen Haus. Unter den fast 4000 Bänden waren rund 1000 deutsche Bücher, welche Eugene Heim dem Humboldtgymnasium Weimar schenkte. Mit den Schülern freut sich darüber die stellvertretende Schulleiterin Martina Birkoben (r.). TLZ 9.10.2010 | Foto: Weber

Weimar, (web) Sein Geschenk hat Gewicht, im tatsächlichen wie im übertragenen Sinn: Eugene Heim, President der Association Blois-Weimar, stiftete dem Humboldtgymnasium rund 1000 Bücher. Voll bepackt war sein weißer Renault-Transporter, mit dem er die Bücher aus der französischen Partnerstadt nach Weimar brachte. Wie Eugene Heim berichtet, habe er in Blois ein Haus erworben, das einst Max Villette (1920-2000), Direktor des Institut Francais in Düsseldorf, und seiner deutschen Ehefrau Irmgard, geborene Fischer (1929-2005), gehörte. Fast 4000 Bücher umfasste die Privatbibliothek des hoch gebildeten Ehepaars, darunter rund 1000 deutsche Bücher. Diese bezeugen, wie kultur- und niveauvoll die Dolmetscherin Irmgard Fischer ihre Bibliothek aufbaute. Für Eugene Heim stand rasch fest, dass er die kostbare Fracht dem Humboldtgymnasium übereignet. Es finden sich darunter Bücher zur Geschichte, Werke von Heinrich Heine, Thomas Mann, Henrik Ibsen, Joseph Eichendorf und Marcel Proust, aber auch Leon Uris' „Exodus", Feuchtwangers „Jud Süß", Ludwig Reiners „Stilkunst - ein Lehrbuch der deutschen Prosa" und Anselm Salzers „Literaturgeschichte". Von besonderem Interesse für den Geschichts- und Politikunterricht dürften die 42 Bände vom „Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher" 1946 in Nürnberg sein. Martina Birkoben, stellvertretende Schulleiterin, zeigte sich überrascht und glücklich über die wertvollen Bücher. „Sie sollen sinnvoll verwendet werden", versprach Martina Birkoben. Was am Humboldtgymnasium wegen begrenzter Platzkapazität der Schulbibliothek nicht entsprechend untergebracht werden könne, werde den Partnergymnasien, unter anderem dem Lyzeum in Krakau, gespendet.

Quelle: TLZ 9.10.2010

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